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Verantwortungsvolles Spielen

Glücksspiel ist eine Form der Unterhaltung und kein Weg, um Geld zu verdienen. Wer online spielt, sollte das nur mit Beträgen tun, deren Verlust sich verschmerzen lässt, ähnlich wie das Geld für einen Kinobesuch. Der Reiz liegt im Spiel selbst, nicht darin, Verluste zurückzuholen. Auf dieser Seite lesen Sie, wie Sie sich sinnvolle Grenzen setzen, woran Sie problematisches Spielverhalten erkennen und wo Sie in Österreich Hilfe finden, wenn das Spielen keinen Spaß mehr macht.

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Grenzen setzen und den Überblick behalten

Die meisten Online-Anbieter lassen Sie persönliche Limits festlegen, und das ist der einfachste Weg, Zeit und Geld unter Kontrolle zu halten. Drei Arten von Limits sind besonders wichtig:

  • Einzahlungslimits begrenzen, wie viel Sie pro Tag, Woche oder Monat einzahlen können. Orientieren Sie sich dabei an Ihrem Budget, nicht an dem, was Sie zu gewinnen hoffen.
  • Verlustlimits setzen eine Obergrenze für das, was Sie in einem bestimmten Zeitraum verlieren können. Ist die Grenze erreicht, endet das Spiel automatisch.
  • Zeitlimits steuern, wie lange eine Spielsitzung dauern darf. Vor dem Bildschirm verliert man leicht das Zeitgefühl, deshalb hilft eine feste Grenze beim rechtzeitigen Pausieren.

Legen Sie Ihre Grenzen in Ruhe fest, nicht mitten in einer Sitzung. In Österreich gibt es kein gesetzliches, anbieterübergreifendes Einzahlungslimit, deshalb hängt es vom jeweiligen Casino ab, welche Grenzen möglich sind. Reizen Sie ein Limit immer wieder aus, ist das ein Zeichen, es zu senken.

Warnzeichen für problematisches Spielverhalten

Probleme mit dem Glücksspiel beginnen oft klein und entwickeln sich schleichend. Nehmen Sie es ernst, wenn Sie sich in einem dieser Punkte wiedererkennen:

  • Sie setzen mehr, um Verluste wieder hereinzuholen.
  • Sie spielen mit Geld, das Sie eigentlich nicht entbehren können.
  • Sie leihen sich Geld oder verkaufen Dinge, um weiterspielen zu können.
  • Sie verheimlichen vor Familie und Freunden, wie viel Sie spielen.
  • Sie spielen, um Stress, Sorgen oder schwierigen Gefühlen zu entkommen.
  • Sie schaffen es nicht aufzuhören, obwohl Sie es sich vorgenommen haben.

Treffen mehrere dieser Punkte zu, sollten Sie nicht abwarten. Je früher man gegensteuert, desto leichter lässt sich die Entwicklung umkehren.

Eine Pause einlegen oder sich sperren lassen

Manchmal ist es das Beste, das Spielen für eine Weile ruhen zu lassen. Fast alle Anbieter haben dafür passende Werkzeuge:

  • Spielpause: Sie sperren Ihr Konto für einen kurzen Zeitraum, etwa 24 Stunden oder einige Wochen.
  • Selbstsperre: Sie schließen sich für längere Zeit vom Spiel aus.

In Österreich gibt es keine zentrale, anbieterübergreifende Sperrdatei für das Online-Glücksspiel, wie sie Deutschland mit OASIS führt. Eine Selbstsperre wirkt daher meist nur bei dem Anbieter, bei dem Sie sie beantragen. Der staatliche Anbieter win2day führt ein eigenes System für Selbstbeschränkung und Selbstsperre; bei Casinos mit einer EU-Lizenz müssen Sie im Einzelfall prüfen, welche Sperroptionen es gibt.

Hilfe in Österreich

Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, gibt es kostenlose und anonyme Hilfe:

  • Die Glücksspielsucht-Hotline erreichen Sie österreichweit unter 0800 20 5242. Der Anruf ist kostenlos und auf Wunsch anonym; Fachleute beraten und informieren über Behandlungsmöglichkeiten. Auch Angehörige können anrufen.
  • Die Spielsuchthilfe in Wien bietet Beratung, Therapie und Prävention für Betroffene und Angehörige, telefonisch, online und persönlich. Mehr dazu auf spielsuchthilfe.at.
  • In den Bundesländern gibt es weitere Spielsucht-Ambulanzen, etwa am Kepler Universitätsklinikum in Linz, an der Christian-Doppler-Klinik in Salzburg oder bei der b.a.s. in der Steiermark. Eine vollständige Liste nach Bundesland führt das Bundesministerium für Finanzen.
  • International bietet Gambling Therapy unter gamblingtherapy.org kostenlose Online-Unterstützung in mehreren Sprachen.

Reguliert wird das Glücksspiel in Österreich vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) auf Grundlage des Glücksspielgesetzes. Der Staat hält ein Monopol: Für das Online-Casino besitzt derzeit nur win2day der Österreichischen Lotterien (Casinos-Austria-Gruppe) eine österreichische Konzession. Ab Oktober 2027 soll das Monopol durch ein Lizenzsystem ersetzt werden. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren. Viele international bekannte Online-Casinos arbeiten dagegen mit einer Lizenz aus Malta (MGA) oder einem anderen EU-Land und unterliegen nicht der österreichischen Aufsicht. Ihre Schutzfunktionen fallen unterschiedlich aus, deshalb sollten Sie vor der Anmeldung prüfen, welche Limits und welche Selbstsperre eine Seite tatsächlich bietet. Mehr über uns und die hier gelisteten Casinos lesen Sie auf unserer Über-uns-Seite und unserer Startseite.

Das Wichtigste zum Schluss: Hilfe ist da, und sie ist kostenlos. Wenn Sie sich um Ihr eigenes Spielverhalten oder das eines Angehörigen sorgen, rufen Sie die Glücksspielsucht-Hotline unter 0800 20 5242 an. Um Hilfe zu bitten ist ein Zeichen von Stärke und oft der erste Schritt zurück zur Kontrolle.

Wo finde ich in Österreich Hilfe bei Glücksspielproblemen?

Die kostenlose und anonyme Glücksspielsucht-Hotline erreichen Sie österreichweit unter 0800 20 5242. Auch Angehörige können dort anrufen. Zusätzlich beraten die Spielsuchthilfe in Wien (spielsuchthilfe.at) und Spielsucht-Ambulanzen in den Bundesländern; eine Liste nach Bundesland führt das Bundesministerium für Finanzen.

Kann ich mich in Österreich vom Online-Glücksspiel sperren lassen?

Ja, allerdings gibt es keine zentrale, anbieterübergreifende Sperrdatei wie in Deutschland. Eine Selbstsperre beantragen Sie beim jeweiligen Anbieter; der staatliche Anbieter win2day führt ein eigenes System zur Selbstbeschränkung. Prüfen Sie vor der Anmeldung, welche Sperroptionen ein Casino bietet.

Ab welchem Alter ist Glücksspiel in Österreich erlaubt?

Das Mindestalter für Glücksspiel in Österreich liegt bei 18 Jahren. Seriöse Anbieter überprüfen das Alter vor der ersten Einzahlung.

Ist Online-Glücksspiel in Österreich legal?

Das Glücksspiel unterliegt in Österreich einem staatlichen Monopol nach dem Glücksspielgesetz, das vom Bundesministerium für Finanzen beaufsichtigt wird. Für das Online-Casino besitzt derzeit nur win2day eine österreichische Konzession; viele weitere Anbieter arbeiten mit einer EU-Lizenz. Ab Oktober 2027 soll das Monopol durch ein Lizenzsystem ersetzt werden.

Geschrieben und überprüft von Matt

Ich arbeite seit 2007 in der Online-Glücksspielbranche, baue Affiliate-Portale auf, betreibe White-Label-Casino-Marken und analysiere Lizenzierungsstrukturen in verschiedenen Ländern. Meine Arbeit wurde im EGR Magazine vorgestellt und ich wurde für die iGB Affiliate Awards nominiert. Auf NetEnt.net veröffentliche ich faktengeprüfte Inhalte mit Schwerpunkt auf Unternehmensprofilen, Casino-Software, Zahlungssystemen und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, um Lesern fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.
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