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Malta Gaming Authority

Die Malta Gaming Authority (MGA) gehört zu den bekanntesten Glücksspielbehörden Europas und steht hinter einem grossen Teil der international tätigen Online-Casinos. Für Spielerinnen und Spieler in der Schweiz zeigt eine MGA-Lizenz vor allem, wie streng ein Anbieter im Ausland beaufsichtigt wird. Eine Schweizer Bewilligung ersetzt sie allerdings nicht: Hierzulande dürfen ausschliesslich konzessionierte Spielbanken Online-Spiele anbieten, während Angebote mit reiner Malta-Lizenz in der Schweiz nicht zugelassen sind und aktiv gesperrt werden. Dieser Überblick erklärt, was die MGA regelt, welchen Schutz sie vorschreibt und was ihre Lizenz für den Schweizer Markt tatsächlich bedeutet.

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Was die Malta Gaming Authority regelt

Die MGA ist die staatliche Glücksspielbehörde Maltas und lizenziert sowohl Casinos als auch die Spielstudios, die deren Spiele entwickeln. Grundlage ist der Gaming Act von 2018, mit dem Malta seine Vorschriften in einer einzigen Rahmengesetzgebung gebündelt hat. Anbieter erhalten eine einheitliche B2C-Lizenz, die mehrere Spielarten abdeckt, die sogenannten Typen 1 bis 4, von Slots und Tischspielen über Live-Spiele bis zu Poker und Wetten. Eine solche Lizenz kann für bis zu zehn Jahre erteilt werden und verpflichtet den Betreiber laufend zu Berichten, Prüfungen und technischen Kontrollen. Da Malta EU-Mitglied ist, arbeitet die MGA nach europäischen Standards für Geldwäscheprävention, Datenschutz und Spielintegrität. Das macht sie zu einer der am häufigsten genutzten Lizenzen für Casinos, die sich an ein internationales Publikum richten.

Welchen Spielerschutz die MGA vorschreibt

Herzstück der MGA-Aufsicht ist die Player Protection Directive. Sie verlangt von jedem lizenzierten Casino eine Reihe konkreter Schutzinstrumente: Einzahlungs-, Verlust- und Sitzungslimits, die Möglichkeit einer befristeten Auszeit (Time-out) sowie eine dauerhafte Selbstsperre. Spielerinnen und Spieler müssen jederzeit Zugriff auf ihre Spiel- und Transaktionshistorie haben, damit sie ihr eigenes Verhalten überprüfen können. Vor der Registrierung sind Alters- und Identitätsprüfungen vorgeschrieben, und die Guthaben der Kundinnen und Kunden müssen getrennt vom Betriebsvermögen gehalten werden, damit sie bei einer Insolvenz geschützt sind. Kommt es zu einem Streit, gibt es einen festen Weg: zuerst die Beschwerde beim Casino, dann eine unabhängige Schlichtungsstelle (ADR) und schliesslich die Möglichkeit, die MGA einzuschalten. Wer sein Spielverhalten grundsätzlich überdenken möchte, findet auf unserer Seite zum verantwortungsvollen Spielen weiterführende Hinweise und Hilfsangebote.

So prüfen Sie die MGA-Lizenz eines Casinos

Ein seriöses MGA-Casino zeigt das Siegel der Behörde samt Lizenznummer meist im Fussbereich seiner Website. Diese Angabe allein genügt jedoch nicht, denn Logos lassen sich kopieren. Der verlässliche Schritt ist ein Blick in das öffentliche Licensee Register auf mga.org.mt. Dort geben Sie den Namen des Betreibers oder die Lizenznummer ein und gleichen ab, ob Firmenname, Marke und die tatsächlich genutzte Domain mit dem Eintrag übereinstimmen. Stimmen diese Angaben nicht überein oder taucht das Casino gar nicht im Register auf, ist das ein deutliches Warnzeichen. Der Status einer Lizenz kann sich zudem ändern, weshalb sich eine kurze Kontrolle im Register auch bei bereits bekannten Anbietern lohnt.

Was die MGA-Lizenz für den Schweizer Markt bedeutet

Für die Schweiz ist die rechtliche Lage eindeutig. Seit dem 1. Januar 2019 gilt das Geldspielgesetz (BGS), das die Schweizer Stimmbevölkerung 2018 angenommen hat. Online-Casinospiele darf nur anbieten, wer eine Schweizer Spielbankenkonzession besitzt und dafür zusätzlich eine Bewilligung zur Online-Durchführung erhalten hat. Zuständige Aufsichtsbehörde ist die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK). Derzeit sind rund ein Dutzend Schweizer Spielbanken online zugelassen, darunter Angebote wie jackpots.ch, mycasino.ch oder swisscasinos.ch. Ein Casino mit reiner MGA-Lizenz zählt nicht dazu: Es besitzt keine Schweizer Konzession und darf sich in der Schweiz rechtlich nicht an Spielerinnen und Spieler richten. Solche Seiten werden von der ESBK auf eine Sperrliste gesetzt, und die Schweizer Internetanbieter müssen den Zugang per DNS blockieren. Anfang 2026 umfasste diese Liste bereits nahezu 3000 Domains, und der Weg über die Behörden bestätigte die Sperren mehrfach. Ebenso wichtig ist der Spielerschutz: Die nationale Selbstsperre (Spielsperre), die für alle konzessionierten Schweizer Anbieter gilt und seit 2025 auch Liechtenstein einschliesst, greift bei einem ausländischen MGA-Casino nicht. Wer in der Schweiz gesperrt ist, ist an einer solchen Seite also nicht geschützt. Eine MGA-Lizenz sagt somit etwas über die Aufsicht in Malta aus, verschafft einem Casino in der Schweiz aber weder Legalität noch den lokalen Schweizer Spielerschutz.

Stärken und Grenzen einer MGA-Lizenz

Die Stärken der MGA sind real. Sie hat eine lange Erfolgsgeschichte, verlangt getrennt geführte Spielerkonten, schreibt verbindliche Schutzinstrumente vor und stellt mit dem Licensee Register eine durchsuchbare, öffentliche Kontrollmöglichkeit bereit. Für Anbieter, die international arbeiten, ist das ein aussagekräftiger Massstab, und genau diese Kriterien fliessen in unsere Bewertung ein: Wir achten darauf, ob eine gültige Lizenz vorliegt, ob Schutzinstrumente vorhanden sind und ob die Angaben im Register nachvollziehbar sind. Die Grenzen sind jedoch ebenso klar. Eine maltesische Lizenz gilt nicht in jedem Land und ersetzt keine nationale Bewilligung. In der Schweiz ist sie kein Ersatz für die ESBK-Konzession, und Streitfälle werden nach maltesischem Recht und über maltesische Stellen abgewickelt, was für Betroffene aus der Schweiz umständlich sein kann. Kurz gesagt: Die MGA ist ein guter Indikator für eine seriöse internationale Aufsicht, doch für Schweizer Spielerinnen und Spieler bleiben ausschliesslich die in der Schweiz konzessionierten Online-Spielbanken die legale und lokal geschützte Wahl.

Was ist ein MGA-lizenziertes Casino?

Ein MGA-lizenziertes Casino wird von der Malta Gaming Authority beaufsichtigt, der staatlichen Glücksspielbehörde Maltas. Die Lizenz verpflichtet den Betreiber zu getrennt geführten Spielerkonten, zu Alters- und Identitätsprüfungen sowie zu verbindlichen Schutzinstrumenten und macht ihn im öffentlichen Register der MGA überprüfbar.

Sind MGA-Casinos für Spieler in der Schweiz sicher und legal?

Aus regulatorischer Sicht arbeitet ein MGA-Casino nach europäischen Standards. Für die Schweiz gilt jedoch: Ein Casino mit reiner MGA-Lizenz besitzt keine Schweizer Konzession, ist hierzulande nicht legal und wird von der ESBK auf die Sperrliste gesetzt. Der Schweizer Spielerschutz einschliesslich der nationalen Selbstsperre greift dort nicht.

Wie prüfe ich die MGA-Lizenz eines Casinos?

Achten Sie auf das MGA-Siegel und die Lizenznummer im Fussbereich der Website und gleichen Sie diese anschliessend im öffentlichen Licensee Register auf mga.org.mt ab. Firmenname, Marke und Domain müssen mit dem Eintrag übereinstimmen. Fehlt das Casino im Register, ist das ein Warnzeichen.

Ist eine MGA-Lizenz dasselbe wie eine Schweizer Konzession?

Nein. Eine MGA-Lizenz stammt aus Malta und gilt nicht als Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen nur konzessionierte Spielbanken mit einer Online-Bewilligung der ESBK Casinospiele anbieten. Eine maltesische Lizenz ersetzt diese Konzession nicht.

Welchen Spielerschutz schreibt die MGA vor?

Über die Player Protection Directive verlangt die MGA Einzahlungs-, Verlust- und Sitzungslimits, Auszeiten und Selbstsperren, Zugriff auf die eigene Spielhistorie, Alters- und Identitätsprüfungen sowie getrennt verwahrte Spielerguthaben. Streitfälle laufen über eine Schlichtungsstelle und können an die MGA eskaliert werden.

Kann ich aus der Schweiz in einem MGA-Casino spielen?

Rechtlich ist Online-Casinospiel in der Schweiz nur bei konzessionierten Schweizer Anbietern erlaubt. Seiten mit reiner MGA-Lizenz sind nicht zugelassen und werden per DNS gesperrt. Wer legal und mit lokalem Schutz spielen möchte, sollte ein von der ESBK bewilligtes Schweizer Online-Casino wählen.

Geschrieben und überprüft von Matt

Ich arbeite seit 2007 in der Online-Glücksspielbranche, baue Affiliate-Portale auf, betreibe White-Label-Casino-Marken und analysiere Lizenzierungsstrukturen in verschiedenen Ländern. Meine Arbeit wurde im EGR Magazine vorgestellt und ich wurde für die iGB Affiliate Awards nominiert. Auf NetEnt.net veröffentliche ich faktengeprüfte Inhalte mit Schwerpunkt auf Unternehmensprofilen, Casino-Software, Zahlungssystemen und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, um Lesern fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.
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